Über Geld redet man bekanntlich nicht aber in Zeiten wie diesen ignoriere ich diese Faustregel mal ganz dezent und schneide eines der zentralen Themen in der Wiener Sexbranche an. Vielleicht war es schon immer ein großes Thema aber mittlerweile ist es meiner Meinung nach ein gewaltig großes. Vorausschicken möchte ich auch, daß ich nicht die Meinung vertrete, daß teuer automatisch besser ist und ich weiß auch, daß die Faustregel “kaufst Du billig, kaufst Du teuer” nicht immer zutrifft.

Sex schon ab 20€ – 30€ – klingt komisch, ist aber so

Auch wenn ich hier den Tramitz von der “Bullyparade” (und die “Sendung mit der Maus” und “Pusteblume”) zitiere, so ist das Thema eher ein ernstes, als ein erheiterndes. Natürlich sind wir mehrheitlich der Meinung, daß die Sexworkerinnen ihren Preis selbst bestimmen können und somit auch die Untergrenze so niedrig, wie sie wollen, ansetzen können. Das ist ja voll in Ordnung, wenn es aus freiem Willen geschieht. Wird vorkommen. Weniger in Ordnung ist das aber dann, wenn es als direktes Resultat der in Wien zum Problem gewordenen Dumping-Preise geschieht beziehungsweise, wenn eine andere, im Hintergrund agierende “treibende Kraft” den Preis diktiert, um so Umsatzmaximierung zu erreichen. Fassen wir mal zusammen, was es preislich in Wien so gibt:

  • Straßenstrich – ab 20€, an schlechten Tagen mit inkludiertem Vollservice
  • Studios, speziell in Gürtelnähe oder im 2. und 20. Bezirk – ab 30€ für Quickys (die es ja früher gar nicht gab). In den guten Studios, wird der Preis auch höher und somit vernünftiger angesetzt
  • Laufhäuser in Wien – ziemlich einheitliche Preisgestaltung: ab 50€ geht es los, kann aber bei entsprechender Extrabuchung, welche mit Aufpreisen verbunden ist, auch empfindlich teuer werden
  • Peepshows – geht ab 55€ + Kabinenmiete los, es gibt aber auch teurere Peepshows und die derzeit bestgehende und am professionellsten geführte ist Guchloch.at
  • Saunaclubs – derzeit 80€ Eintritt und halbe Stunde um 60€ ist das zwar in Summe nicht billig aber über die Zusatzleistungen, wie Sauna, Pool, Essen und Trinken ist es absolut im Rahmen
  • Wiener Nightclubs – zumeist kein Eintritt und halbe Stunde geht normalerweise bei 100 – 120€ los. Getränke sind extra zu bezahlen. Wer sich nicht unter Kontrolle hat, kann sich auch mal finanziell übernehmen
  • Wien Escort Services – Preis geht normalerweise bei 120 – 150€ los, Extras können dazuverrechnet werden. Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt auch teurere Agenturen
  • Babylon – High End Kategorie und mit 500€ bist Du dabei

Wenn ich mir meine Liste so ansehe, sieht das für die Gäste eigentlich ganz toll aus! Es ist für jeden was dabei, da die Vielfalt ganz enorm ist und man wohl sein Budget relativ genau kalkulieren und anpassen kann. Wie sieht das für die Damen der Schöpfung aus? Theoretisch auch gut. Besteht hier der freie Wille, kann sie ja selbst entscheiden, in welcher Form sie ihre Dienste anbieten möchte und zu welchem Preis bzw. Aufpreis. In der Praxis ist es aber leider nicht immer so einfach. Erstens ist der freie Wille nicht immer gegeben. Zweitens wollen (meistens müssen) die oft blutjungen Mädels ja extrem viel Geld in sehr kurzer Zeit verdienen. Drittens müssen sie oft Teile des Tagesverdienstes oder alles davon an jemanden abgeben. Wenn man ehrlich ist, dann war das aber schon immer so. Nur waren früher die Preise höher und für gewisse Extras, die heutzutage von vielen Gästen gratis eingefordert werden, mußte man früher richtig viel Geld ablegen, falls die Dame es überhaupt im Repertoire hatte.

Der unglaubliche Preisdruck, der auf den Mädels lastet

Es wird jedem logisch erscheinen, daß es eine gewisse Grenze geben muß, unter der sich das Escort Mädchen nicht mehr für Sex zur Verfügung stellen will. Daß die Grenze individuell anders angesetzt wird, ist auch logisch, allerdings sieht das nicht jeder Gast, Lokalbetreiber oder “Manager” des Mädchens auch so. Umsatz- und Gewinnmaximierung sind natürlich in der Wirtschaft das Allerwichtigste und eine geschickte Preisminderung bei gewissen Produkten kann das Ruder rumreissen und aus einem Rohrkrepierer einen Renner und Welterfolg machen. In unserer Branche GEHT DAS NICHT…! Nicht bei den Damen. Jedes Mädchen muß für sich selbst die Schmerzgrenze erkennen und entscheiden, welchen Preis sie für eine halbe Stunde oder ganze Stunde verlangt. Danach muß es ihr erlaubt sein, das Lokal frei zu wählen, sodaß sie in Ruhe und Frieden ihr Geschäft betreiben kann. Wenn man also mal als Kunde das “Glück” hat, für einen Okkassionspreis von 20€ sexuell alles was das Herz begehrt angeboten zu bekommen, dann sollte man sich natürlich schon überlegen, wie und warum so ein Billigangebot zustande kommen kann.

Keinesfalls sollte man von Mädchen A ein Service zu einem Preis X verlangen, nur weil Mädchen B sich breitschlagen ließ, einen Rabatt zu gewähren. Das kommt nämlich sehr oft vor und ist ein wirklich lästiger und unschöner Aspekt, mit dem die Mädchen es immer wieder zu tun haben. Quasi nach dem Motto, “warum verlangst Du für Anal Aufpreis, wenn die andere es gratis macht”.

Auch wenn es nicht in Summe nicht viel bringen wird, auch hier mein Tipp oder sogar Appell, die Mädchen nicht in solche unangenehmen Situationen zu bringen, nur um ein paar Euro zu sparen. Der Sex wird unter solchen Umständen eher nicht besser werden, wenn das Mädchen nicht den Preis bek0mmt, den sie für sich selbst als erträglich festgelegt hat.

Kennst Du eine Sexworkerin, die sich gegen ihren Willen prostituiert? Dann melde Dich bei Sexworker.at – dort wird ihr vielleicht geholfen

Was bedeutet das Dumping für die Gäste und Freier?

Sieht es auf den ersten Blick schön aus, so ist die Lage doch alles andere als rosig und Wien verliert langsam den guten Ruf, den es sich mühsam aufgebaut hat. Früher war Wien dafür bekannt, daß man selbst in den schlechtesten Zeiten und trotz globaler Wirtschaftskrise als Sexworkerin noch sehr gut verdienen und unter normalen Bedingungen arbeiten kann. Das ist zwar immer noch möglich, da es sehr viele gute Lokale in Wien gibt aber der Trend ist beunruhigend.

Wer über solche Dinge diskutieren mag, der kann das gerne im Erotikforum tun. Zum Beispiel in unserem Maxim Wien Werbethread:

Ich bin auch gerne bereit sinnvolle Kommentare hier stehen zu lassen, behalte mir aber auch vor, gewisse Kommentare wegzulassen, wenn sie sinnlos sind oder abwertend oder ähnliches… sofern die Kommentarfunktion überhaupt schon altiv ist 🙂

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